WStLA: Alt. Herrschaften, Gerichtsakten, Findbücher, Mag. Zivilgericht, Contentiosa
Mag. Zivilgericht als Justizbehörde von 1783 bis 1851

Pfändungen von 1794–1797, einzelne Fälle ziehen sich über Jahre, sie scheinen in den verschiedenen Jahren mit der gleichen Aktenzahl auf. Auszugsweise einige interessanten Details.
Die Lizitationsanzeigen in der Wiener Zeitung von Märkl, Brunner und Edlen von Thuissi sind ebenfalls angeführt.

 

Band Jahr Buchstaben
(Wallishausser)
Seite   Aktenzahl
37 1794 W 19 Ofner Peter Fasc.7/234/1794
      63 Selkes Jakob 7/1031/1794
      108 Anton Habith 7/1706/1794
      124 Anton Schreiber 7/2103/1794

 

  1795 W S 32 Anton Schreiber 7/2103/1794
      S 35 Philipp Kendrasch? 7/847
      S 37 Christian Pflüger
Schuldschein
7/474/1795
      S 43 Ignaz Lienhart
bgl. Buchbinder
7/559/1795
      S 46 Ignaz Tschupök
bgl. Ohlermeister
7/641/1795
      S 48 Ephraim Fischel
priv. Papierhändler
7/700/1795
      S 50 Johann Brunner 7/730/1795
      S 73 Josef Kollmann
Ratenzahlung
7/1117/1795
      S 80 Josef Preyer
D. Rechte Doktor
Linz
7/1219/1795
      S 84 Josef Neurather 7/1275/1795
      S 88 Josef Märkel
(zieht sich bis 1798)
7/1321/1795
      S 94 von Heinke 7/1422/1795
      S 105 Ignatz Linhart 7/1613/1795
      S 106 Josef Hraschanzky 7/1651/1795
      S 109 Michael Ritter
Teil
7/1691/1795
      S 118 Georg Engel
brgl. Schneidermeister T.
(geht schon seit 1791–96)
7/1808/1795
      S 134 Sebastian Hochmeier/Hocheder brgl. Handelsmann 7/2096/1795
      S 161 Josef Wolf 7/2597/1795
      S 169 Karl Escherich 7/2769/1795
      S 188 Christian Holzmann
brgl. Kleinuhrmacher
7/3092/1795
      S 189 Josef u. Franz Holzer,
Hausinhaber, vertreten d. Dr. Paumgarten, Wohnungszins
7/3170/1795
        Jakob Landerer
Kupferstecher, Urdrucke (?)
7/2476/1795

 

46 1796 W   Märkl 7/1321/795
      25 Joseph u. Joh. Wolf 7/2597/795
      35 Philipp Orndrasch 7/347/796
      44 Joh. v. Hizstein 7/469/796
      50 Joh. Brunner 7/730/795
      51 Jos. Thiussi 7/628/
      52 Karl Escherich 7/2769/795
      55 Neiser Franz 7/695/796
      56 Josef Illizstein 7/705/
      68 Franz u. Joh. Holzer 7/3170/1795
      69 Josef Edl. v. Thiussy 7/892/
      72 Karl Purk 7/751/1796
      95 Jakob Kaiserer 7/1361/1796
      103 Martin Blösi 7/1499/1796
      118 Theodor Adamberger 7/1795/1796
      120 Ephraim Fischel 7/1755/1796
      132 Jakob Kaiserer 7/2022/1796
      137 Joh. Bapt. Ehrengruber 7/2070/1796
      145 Kohlman Jsp. 7/2276/1796
      153 Georg Engel 7/1808/1795
      197 Joh. u. Chr. Holzmann 7/3092/1795

 

50 1797 S.W.X.Z.   Joseph Tiussy 7/628/796
      9 Johann Ehrengruber 7/2070/796
      48K (Wa. Anna) Fr. Kugler 7/351
      1830 Burg 7/951/796

 

Wiener Zeitung 19. Aug. 1795–5. März 1796, Rolle 55:

Datum d. Ausg. Seite Text
4.11.1795

 

3197/98

 

 

 

 

 

 

 

Licit. Bücher.
Den 9. November u. folgende Täge wird in der Bognergasse in Edlen v. Burkischen Haus Nr. 345 im 4ten Stock eine Sammlung meistens neuere und sehr gute Bücher, worunter zum Beyspiel Schwan Dictionaire Francoise & Allemande in 6 grossen Quartbändern; Ehrmans Geschichte merkwürdiger Reisen 11 Bände gr. 8; Welt in Bildern, mit illuminirten Kupfern, 6 Bände; die komplete wienerische Landbibliothek, 4 Jahrg. in 114 Bänden broschirt sammt Pränumerationsschein; Geschichte des Polybs in 7 Quartbänden und viele andere dergleichen gute Werke, nebst einer schönen Sammlung von neueren Predigten ec. begriffen sind, zu den gewöhnlichen Vor- und Nachmittagsstunden gegen gleich baare Bezahlung hinvongegeben werden, wovon das Verzeichnis am Kohlmarkt 292 in der Wallishausserschen Buchhandlung unentgeltlich zu haben ist.
[ Wallishausser wohnte in der Bognergasse 345]
7.11.1795

3230/31

Licit. Bücher, genau wie S. 3197/98

20.1.1796

 

 

 

 

 

 

 

 

170

 

 

 

 

 

 

 

 

Licit. Wallishauserische Bücher.
Von dem Magistrat der k. k. Haupt= und Residenzstadt Wien wird hiemit bekannt gemacht: es sey über Anlangen des Andre Märkel, wider Johann Baptist Wallishauser, privil. Buchhändler, wegen schuldigen 543 fl. in die öffentliche Feilbietung der gegentheiligen, in verschiedenen theils zur wienerischen Landbibliothek gehörigen, theils in wienerischen Theaterstücken verschiedener Autoren bestehenden Bücher gewilligt, und hiezu 3 Termine, nämlich für den ersten den 29. Jäner, für den zweyten den 19. Februar, und für den dritten der 8. März 1796 mit dem Beysatze festgesetzt worden, daß, wenn obgedachte Theaterstücke, und Bücher bey der ersten, oder zweyten Feilbietung nicht um den Schätzungswerth, oder darüber an Mann gebracht werden würden, bey der dritten auch unter derselben hindangegeben werden würden. Es haben daher die Kauflustigen an obbestimmten Tägen in der Bognergasse im Burkischen Haus zu den gewöhnlichen Licitationsstunden zu erscheinen.
[W. ST. u. LA., Cont. Akt 7/1321/1795 Andreas Märkel]
  5/6 Posttgl. Anz. (sinngemäß der gleiche Inhalt)
23.1.1796

 

210

 

 

Licit. Wallishauserische Bücher.
Von dem Magistrat der k. k. Haupt = und Residenzstadt wird hiemit bekannt gemacht: es sey über Anlangen des Andre Märkel, wider Johann Baptist Wallishauser, privil. Buchhändler, wegen schuldigen 543 fl. in die öffentliche Feilbietung der gegentheiligen, in verschiedenen theils zur wienerischen Landbibliothek gehörigen, theils in wienerischen Theaterstücken verschiedener Autoren bestehenden Bücher gewilliget, und hiezu 3 Termine, nämlich für den ersten der 29. Jäner, für den zweyten der 19. Februar, und für den dritten der 8. März 1796 mit dem Beysatze festgesetzt worden, daß, wenn obgedachte Theaterstücke, und Bücher bey der ersten, oder zweyten Feilbietung nicht um den Schätzungswerth, oder darüber an Mann gebracht werden würden, bey der dritten auch unter derselben hindangegeben werden würden. Es haben daher die Kauflustigen an obbestimmten Tägen in der Strauchgasse Nr. 251 im 2ten Stock zu den gewöhnlichen Licitationsstunden zu erscheinen.
  15 Posttgl. Anz Licit. Wallishauserische Bücher
(fast gleichlautende Anzeige wie Seite 210)
27.1.1796 241 Licit. Wallishauserische Bücher, nochmalige Anzeige wie S. 210

Wiener Zeitung 9. März. 1796–7. Sept. 1797, Rolle 56

7.5.1796

 

 

 

 

 

 

 

1336/37

 

Licit. Wallishauserische Bücher
Von dem Magistrate der k. k. Haupt= und Residenzstadt Wien wird hiemit bekannt gemacht: Es sey über Anlangen des durch Hrn. Dr. Koch vertrettenen Johann Brunner, wider Joh. Baptist Wallishauser, priv. Buchhändler am Kohlmarkt, wegen noch im Rest schuldigen 2804 fl. 21 kr. in die gerichtl. Feilbietung der gegentheiligen in deutscher, lateinischer =, französisch = italienisch und andern Sprachen bestehend auf 1767 fl. 13 kr. gerichtl. geschätzten gebundenen und ungebundenen Bücher, worunter sich nebst andern gangbaren, mehrere Verlags= Artikeln von der so beliebten Wiener= Landbibliothek und eine grosse Anzahl der neuesten Nazionaltheaterstücke sowohl einzeln als Parthienweis befinden, und wovon der gedruckte Katalog in der Binzschen Buchhandlung am Staphansfreydhof unentgeltlich zu haben ist, gewilliget, und hiezu 3 Termine, nämlich für den ersten der 7., für den zweyten der 30. Juni, und für den dritten der 15. Juli d. J. mit dem Beysatz festgesetzt worden, daß wenn gedachte Bücher bey der ersten oder zweyten Feilbietung nicht um den Schätzungswerth oder darüber an Mann gebracht werden sollten, dieselben bey dem dritten auch unter der Schätzung hindangegeben werden würden. Es haben daher die Kauflustigen an obbestimmten Tagen in des Geklagten Büchermagazin in der vordern Schenkenstrassen bey schwarzen Thor Nr. 44 zu ebener Erde zu den gewöhnlichen Licitationsstunden zu erschienen.
[W.ST.u.LA., Contentiosa, Akt 7/730/1795 Johann Brunner]
11.5.1796 13 Posttgl. Anz (sinngemäß der gleiche Inhalt)
14.5.1796 1433 Licit. Wallishausersche Bücher (genau dieselbe Anzeige wie S. 1336/37)

22.6.1796

1840/41
6/7
Licit. Wallishausersche Bücher
Posttgl. Anzeiger nach S. 1850
25.6.1796

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1876

 

 

Licit. Wallishausersche Bücher
Von dem Magistrat der k. k. Haupt= und Residenzstadt Wien wird hiemit bekannt gemacht: es sey über Anlangen des durch Hrn. Dr. Koch, vertrettenen Johann Brunner, wider Johann Baptist Wallishauser, k. k. priv. Buchhändler, in die öffentlich Feilbietung der gegentheiligen in deutsch = lateinisch = französisch = italienisch und andern Sprachen bestehend, auf 1767 fl. 13 kr. geschätzten theils gebunden, theils ungebundenen Büchern, worunter sich nebst andern brauchbaren mehrere Werke der so beliebten Wiener Landbibliothek, dann viele Nazionaltheaterstücke sowohl einzeln als parthieweis befinden, und wovon der gedruckte Catalog in der Binzschen Buchhandlung am Stephansfreidhof unentgeltlich zu haben ist, gewilliget, und hiezu 3 Termine, nämlich für den ersten den 1. Juli, für den zweyten den 15. Juli und für den dritten der 1. August d. J. mit dem Beysatz festgesetzt worden, daß, wenn obgedachte Bücher bey der ersten, oder zweyten Feilbietung nicht um den Schätzungswerth, oder darüber an Mann gebracht werden wollten, selbe bey dem dritten auch unter denselben hindangegeben werden würden. Es haben daher die Kauflustigen an obbestimmten Tägen zu den gewöhnlichen Licitationsstunden in der vordern Schenkenstrasse Nr. 44 beym schwarzen Thor in des Geklagten Büchermagazin zu erscheinen.
  12 Posttgl. Anzeige nach S. 1882
Wallishauserische Bücher (sinngemäß wie S. 1876)
29.6.1796 1911
5
Licit Wallishauserische Bücher (gleich wie S. 1876)
Posttgl. Anzeige nach S. 1918
Wa.lishauserische Bücher. (sinngemäß wie S. 1876)
6.7.1796

1972

6

Licit. Wallishauserische Bücher (wie S. 1876, jedoch nur 2 Termine)
Posttgl. Anzeige nach S. 1982 (sinngemäß wie 1876, nur 2 Termine)
9.7.1796

1008/09

7

Licit. Wallishauserische Bücher (wie S. 1876, jedoch nur 2 Termine)
Posttgl. Anzeige nach S. 2014 (sinngemäß wie 1876, nur 2 Termine)
13.7.1796

2040/41

4

Licit. Wallishausserischen Bücher (wie S. 1876, jedoch nur 2 Termine)
Posttgl. Anzeige nach S. 2050 (sinngemäß wie S. 1876, jedoch nur 2 Termine)
30.7.1796

2232

2

Licit. Wallishauserische Bücher (wie S. 1876, jedoch nur 1 Termin)
nach S. 2238 Posttgl. Anzeige Wallishauserische Bücher, (mit nur mehr 1 Termin)

20.7.1796

 

 

 

 

 

 

 

 

2116/17

 

 

 

 

 

 

 

 

Licit. Wallishauserische Bücher
Von dem Magistrat der k.k. Haupt= und Residenzstadt Wien wird bekannt gemacht: es sey über Anlangen des durch Hrn. Dr. Jekel, vertrettenen Hrn. Joseph Edlen v. Thiußi und Borgnamenburg, wider Johann Baptist Wallishauser, priv. Buchhändler, wegen schuldigen 185 fl. in die Feilbietung der gegentheiligen, in verschiednenen auf 448 Fl. 40 kr. geschätzten Bücher, von welchen der Catalog bey Hrn. Dr. Jekel einzusehen ist, gewilliget, und hiezu 3 Termine, nämlich für den ersten der 25. Juli, für den zweyten der 8., und für den dritten der 22. August d. J. mit dem Beysatze festgesetzt worden, daß, wenn obgedachte Bücher bey der ersten, oder zweyten Feilbietung nicht um den Schätzungswerth, oder darüber an Mann gebracht werden würden, bey der dritten auch unter denselben hindangegeben würde. Es haben daher die Kauflustigen auf der Mehlgrube im ersten Stock im Saal zu den gewöhnlichen Licitationsstunden zu erscheinen.
[WSt LA, Cont. Akt 7/892/1796]
23.7.1796 2156 Licit. Wallishauserische Bücher (wie S. 2116/17)

27.7.1796

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4/5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wie S. 1206 Posttgl. Anzeige Wallishauserische Bücher.
Den 1. August werden von dem Magistrat der k. k. Haupt= und Residenzstadt Wien die dem Johann Baptist Wallishauser, k. k. privileg. Buchhändler gehörigen, in deutscher, lateinischen, französischen, italienischen und andern Sprachen bestehenden, auf 1767 fl. 13 kr. geschätzten theils gebundenen und theils ungebundenen Bücher, worunter sich nebst andern brauchbaren mehreren Werken, die so beliebte Wiener= Landbibliothek, dann viele National= Theaterstücke sowohl einzeln, als parthieweis befinden, und wovon der gedruckte Katalog in der Binzschen Buchhandlung am Stephans Freydhof unentgeldlich zu haben ist, nebst mehreren Centnern altes Papier mit den Beysatze feilgeboten, daß wenn gedachte Bücher bey dieser 3ten Feilbietung nicht um den Schätzungswerth, oder darüber an Mann gebracht werden sollten, selbe auch unter demselben hindangegeben werden würden: Es haben die Kauflustigen an obbestimmten Tagen zu den gewöhnlichen Licitationsstunden in der vordern Schenkenstrasse Nr. 44 beym schwarzen Thor in des Geklagten Büchermagazin zu erscheinen.
24.8.1796 2463 Licit. Wallishauserische Bücher (wie S. 2116/17, jedoch nur mehr 1 Termin mit 25. August)